The next big thingVon Metaverse, Web3, NFTs und Blockchains 

...und warum Mittelständler aus B2C und B2B jetzt eine einmalige First-Mover-Chance haben. 

 

Autor: Lukas Menges 

09.06.2022

In 11 Min lesbar

Was macht Dinge auf der Welt überdurchschnittlich wertvoll? Im Wesentlichen zwei Faktoren:

Einzigartigkeit bzw. Knappheit. Und der emotionale Wert, den eine Sache für die potenziellen Käufer:innen besitzt. Denken wir beispielsweise an das blutverschmierte Trikot von Bastian Schweinsteiger aus dem WM-Finale 2014, die geerbte Taschenuhr unseres Ur-Ur-Großvaters oder den Golf des späteren Papstes Benedikt XVI., der aufgrund des prominenten Fahrzeugbriefeintrags für schlappe 190.000 EUR den Besitzer wechselte.
Oder die Mona Lisa im Louvre, deren Versicherungswert nach letzter Bemessung im Jahr 1962 bei ca. 100 Millionen Dollar liegt. Inflationsbereinigt heute wahrscheinlich deutlich über 800 Millionen US-Dollar. 800 Millionen Dollar für – objektiv betrachtet – ein bisschen Ölfarbe auf einem nicht nennenswerten Trägermaterial. Rahmen kostet extra. ;)

Die Formel lautet also:

 

Einzigartigkeit + Emotionaler Wert = richtig vieeeel Geld

Die oben genannten Beispiele dürften uns allen vertraut sein und einleuchten. Mit Werten in der “realen” Welt kennen wir uns aus, hier haben wir intuitiven Bezug. Wie aber sieht es mit digitalen Werten aus? Gelten hier die gleichen Regeln? “Nein!”, mögen jetzt einige sagen. “Denn im digitalen Raum kann ich ja Dinge beliebig kopieren, ob legal oder illegal sei mal dahingestellt. Und zudem ist es ja nicht ‚echt‘, nicht real, im Kern nur Einsen und Nullen.” Und genau hier – liegen Sie falsch!

Schauen wir uns die Formel nochmals an: Einzigartigkeit + Emotionaler Wert = Boom! Wo immer Einzigartigkeit und emotionaler Wert gegeben sind, steigen Dinge auch im monetären Wert. Ob diese Dinge dann aus Öl, Baumwolle oder Einsen und Nullen bestehen, ist nebensächlich. So kann man sich Kopien der Mona Lisa für 30 EUR über den Posterdrucker seines Vertrauens bestellen und ins Wohnzimmer hängen. Für ein bisschen mehr sogar als täuschend echten Strukturdruck. Oder digital als Screensaver. Gleicher visueller Effekt. Dramatischer Wertunterschied. Denn: Die Nachdrucke sind nicht einzigartig. Und auch nicht von Leo himself. 

Die Frage ist also nicht eine des Mediums, der Machart oder der Optik, sondern lediglich: Kann ich Einzigartigkeit gewährleisten? Und: Besitzt mein “Ding” für “Leute” einen (am besten hohen) emotionalen Wert – ob nun als physisches oder digitales Gut? Und genau hier kommt das Metaverse bzw. das sogenannte Web3 ins Spiel. Spezifischer: Blockchain und NFTs.

Blockchain und NFTs: Einsen und Nullen aus Gold 

In aller Kürze: Blockchain-Technologie ermöglicht eine hundert Prozent fälschungssichere, transparente, dezentrale Organisation sowie den Tausch und Handel von digitalen Gütern, seien es Bilder, Videos, Verträge, Echtheitszertifikate, Patente, whatever. Und zwar ohne Mittler wie bspw. eine Bank. NFTs (non fungible tokens) sind eben solche digitalen Güter, die eine einmalige digitale Identität in der Blockchain besitzen, ähnlich eines Fingerabdrucks. Zusammen sorgen Blockchain- und NFT-Technologie dafür, dass unser erster Faktor “Einzigartigkeit” zu hundert Prozent erfüllt ist: Check!

Jetzt zum emotionalen Wert: Wer zum Geier sollte denn mit einem NFT einen emotionalen Wert verbinden? Antwort: zunehmend mehr Menschen. Aber vor allem die Digital Natives – die heutigen U30-Jährigen. Und noch viel mehr die U20-Jährigen, die in nicht allzu ferner Zukunft unsere Business- und Consumer-Welt anführen werden. Denn diese Kids wachsen mit Smartphones, global vernetzten Multi-Player-Games, Google und Social Media als selbstverständlichstem Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit auf. Ob das nun gut oder schlecht ist: komplett egal an dieser Stelle. Es ist ein Fakt. Und dazu einer, dessen Dynamik sich nach allen realistischen Parametern noch krass verstärken wird. 

Metaverse is coming - fast 

Heute verbringen die Durchschnittsdeutschen bereits über 50 Prozent ihrer Tageszeit in Interaktion mit der digitalen Welt. Durch Corona ist dieser Trend nochmals klar nach oben gestiegen. Schnell mal Smartphone checken, hier ne Mail, da n Selfie, kurz n Video-Call, dann zum Workout mit der Apple Watch und abends entspannt Netflix gucken. Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: 

Apple, Google und Co. arbeiten mit Hochdruck an neuen Brillen, die uns sogar von der “Mühsal” erlösen, zwischen digitaler und analoger Welt switchen zu müssen. Stattdessen sollen wir beides permanent buchstäblich vor Augen haben: Während wir durch die Stadt laufen, erscheinen dann unsere Social Media News, DMs usw. direkt in unserem Blickfeld, quasi auf der Leinwand der realen Welt. Darüber hinaus kann und wird zunehmend digitaler Content mit realen Orten der physischen Welt verknüpft, sichtbar und abrufbar werden. So gehen wir beispielsweise mit unserer Brille durch Köln und sehen nicht nur den Dom in seiner Pracht, sondern parallel auch gleich an entsprechenden Gebäudeteilen platzierten Augmented Reality Content, Wikis, virtuelle Rundgänge und Co. 

Kurz: Physische und digitale Realität vereinen sich mehr und mehr. Was laut Prognosen dazu führen wird, dass die durchschnittliche tägliche Verweildauer in der digitalen Welt bis zum Jahr 2035 auf über 90 Prozent angestiegen sein wird. Und dann beginnt es: das Metaverse. 

Werte shiften ins Digitale

Das Metaverse ist im Kern kein abgespaceter virtuelle Raum voller Pixelbildchen, AR-Welten und dreidimensionalem Content. Das Metaverse ist vor allem: ein Zeitraum. Ein Zeitraum, der ab dem Moment beginnt, wenn wir mehr als 90 Prozent unserer Zeit in der digitalen Welt verbringen. Denn dann beginnt ein dramatischer Shift. Ein Werte-Shift. Denn dort, wo sich unser Leben maßgeblich aufhält, auf was sich unsere Aufmerksamkeit richtet, dort befindet sich auch unser “Schatz”, unsere Werte. Präziser: unsere emotionalen Werte. “Zeige mir, womit du deine Zeit verbringst, und ich sage dir, was dir wirklich wichtig ist.”

Schon heute ist es auf Schulhöfen (auch in Deutschland) so, dass der Coolness-Faktor nicht nur dadurch definiert wird, welche Klamotten und angesagten Sneakers du trägst (das kennen auch noch alle Boomer aus ihrer Jugend); sondern auch, welche “Skins” (visuelle Ausstattungsmerkmale) deine Gaming-Avatare besitzen. Kein Scherz! Auch diese Skins besitzen unterschiedlichen Seltenheitswert, unterschiedliche Preise, die für teilweise extrem teures Geld gekauft oder erspielt werden müssen. Und das ist nur ein ganz kleiner Bereich der Metaverse-Dynamik.

Kleine jpgs von NFT-Kreatoren und Influencern haben schon längst die Millionen-Dollar-Grenzen überschritten (s. Crypto Punks #5882 oder The Merge | Pak, Wert: 92.000.000 USD!) und die Mona Lisa im Wert eingeholt. 

Marken und Margen im Metaverse 

Doch nicht nur verrückte Nerd-Künstler springen auf den Zug auf. Auch große Consumer-Brands wie Coca Cola, Nike und Co. sind bereits ins NFT-Geschäft eingestiegen. So launchte Nike eine digitale NFT-Schuhkollektion (NIKE x RTFKT), die innerhalb von 7(!) Minuten ausverkauft war und sage und schreibe 3,2 Millionen USD einspielte. An jedem weiteren Trade verdient Nike seither selbstverständlich weiterhin mit. Und die NFT-Marge wächst, wächst, wächst. Jüngst zog Katjes nach. Emotionales Potenzial: Check!

Aber es geht nicht nur um Marge. Es geht auch um Markenbildung, um Kundenbindung, um First-Mover-Präsenz in einer ganzen neuen Welt, die gerade am Entstehen ist. Die schon längst angebrochen ist. Und genau, wie es in der physischen Welt der Anfang vom Ende ist, keine Touch Points mit seiner Marke zu schaffen, so ist es auch und erst recht in der digitalen Welt. Erinnern wir uns: „Zeige mir, womit du deine Zeit verbringst, und ich sage dir, was dir wirklich wichtig ist.“ Wenn also deine Kund:innen, Mitarbeiter:innen und künftigen Leistungsträger:innen zunehmend einen Großteil ihrer Zeit in der digitalen Welt verbringen, wie schaffst du es dann, für sie wertvoll und begehrenswert zu bleiben, wenn es dich dort nicht gibt?

Ein Metaverse der Möglichkeiten für B2C und B2B 

Und es geht nicht nur um lustige Pixelmännchen, digitale Turnschuhe und funny B2C-Stuff. Auch für B2B-Unternehmen und seriöse Themen wird die Präsenz und Teilhabe am Metaverse essenziell. Und höchst spannend und lukrativ! Denken wir an den lückenlosen Nachweis von Supply Chains oder Produktionsstätten, Echtheitszertifikate, Sicherstellung und Verwaltung von geistigem Eigentum, Patente, Grundbucheinträge, ID-Verifications, Fake Protection. Oder schwarzmarktsichere Smart Ticket NFTs wie bspw. der Fußballclub Real Madrid sie kürzlich einführte. Oder oder oder. Ein Universum der Möglichkeiten. Ein Metaverse sozusagen ;)

Wir als W3 sind voll auf den Zug aufgesprungen und durften bereits diverse Kunden in der Konzeption, Kreation und Umsetzung digitaler Produkte sowie beim technischen Einstieg in die NFT-, Blockchain- und Metaverse-Welt beraten und begleiten. B2C wie B2B.

Unsere Empfehlung für Unternehmen 

Unser Rat: Beschäftigen auch Sie sich mit dem Thema. Gerade mittelständische Unternehmen haben hier oftmals einen Vorteil. Denn sie sind meist agiler, wendiger, pragmatischer als die “Großen”. Die brauchen mehr Zeit. Deswegen: Nutzen Sie diese Zeit! Denn jetzt besteht für die meisten von Ihnen noch die Chance, dass Sie zu den First Movern in Ihrer Branche gehören. Und sich für die Zukunft eine äußerst vorteilhafte Ausgangsstellung sichern. 

Wir sind dabei sehr gern mit Rat und Tat behilflich. Und wo unser Haus wohnt, wissen Sie ja. ;)

 

Digitale Zukunftsgrüße


Ihre W3 Wertewandler 

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